Donnerstag, 6. Dezember 2012
Die Wahrheit
Ein Eichhörnchen sammelt fleißig seine Früchte.
Die anderen Tierchen erzählen sich schon Gerüchte,
er hätte eine ganze Familie, soviel wie er sammelt.
Aber er ist eben nicht wie die anderen und gammelt.

Am nächsten Morgen macht es sich wieder los,
er hat viel geholt und die Ladung ist groß.
Doch als er zurückkommt, ist sein Versteck leer
und als er sich umschaut, bedroht ihn ein Bär.

Das Eichhörnchen flieht und vergisst seine letzte Beute.
Alles lief so gut und dann kam das von heute...

Die Neider bestohlen ihn und überlebten den Winter.
Das fleißige Eichhörnchen starb und hinterließ drei Kinder.

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Winterdepression
Jetzt fängt es wieder an.
Der Schnee ist gekommen, die Märkte haben eröffnet, die Kinder sind so aufgeregt, überall gibt es Süßes und alle Menschen lieben sich...

Wie ich kotzen könnte.
Man rutscht ständig aus, legt sich hin und bricht sich im besten Fall noch etwas. Die ganzen Straßen werden immer voller. Man kann gar nicht mehr normal laufen und muss sich zwischen all diesen Verrückten irgendwie durchquetschen. Den Kinder erzählt man Märchengeschichten über den Weihnachtsmann oder das an diesem Tag Jesus geboren wurde. Alle werden wieder fett, weil sie sich den ganzen Tag irgendwas reinstopfen und sich daran auch noch erfreuen, statt mal wieder ein bisschen Sport zu machen. In Wirklichkeit hassen sich alle, doch im Dezember, fangen sie plötzlich alle an, gegenseitig total nett zu sein und den Obdachlosen Essens- und Geldgeschenke zu machen. Tausende Wohlfahrtsunternehmen bekommen die hundertfache Menge an Spenden, wie den Rest des Jahres und in der Familie wird plötzlich nicht mehr über das Geld, Zukunft oder Krankheiten geredet, sondern man erfreut sich an den Kindern und das man zusammen sein kann.

Ich kann es nicht verstehen.
Warum machen wir das denn alles? Weil ein Mann an diesem Tag geboren wurde, der in die Geschichte einging? Dann will ich gar nicht wissen, was wir am am 20.4 alles so machen sollten...
Oder doch etwa weil es kalt ist und alle näher zusammenrücken müssen? Kauft euch Jacken und macht ein Feuer an! Außerdem bleibt die Frage warum dann alle in den ersten 2 Monaten des Jahres so schlechte Laune haben und sich über alles beschweren.

Die Antwort ist ganz klar.
Es geht doch immer nur um das Eine. Und damit meine ich nicht die lustvolle Verbindung zweier einsamer Seelen, sondern Geld! Geld Geld Geld und noch mehr Geld. Jesus ein in Askese lebender Umhereisender, der die Kranken heilt und den Armen hilft, wollte sicher nicht, dass man seinen Geburtstag damit feiert, dass wir uns alle Iphones oder Tablets kaufen, damit wir so tun können, als hätten wir das ganze Jahr an diese Person gedacht. Dieser Tag der Bescherung ist schlichtweg eine kapitalistische Meisterleistung, um uns kurz vor dem Jahreswechsel noch mal das letzte Geld aus der Tasche ziehen zu können.

UND ALLE MACHEN MIT!
Man kommt gar nicht mehr aus der Spirale raus. Jemand sagt dir, dass er schon etwas supertolles für dich hat und du denkst dir nur: "So ein Mist, jetzt muss ich extra noch mal los und der Person auch etwas supertolles kaufen." Alles kostet auf einmal mehr, doch das macht uns doch nichts aus, schließlich haben wir doch das ganze Jahr auf Weihnachten gewartet. Alle neuen Jahresprodukte erscheinen typischerweise immer einen Monat vor Weihnachten und die alten Sachen werden dadurch günstiger, so das jeder was kaufen kann und alle dabei sein müssen, denn Ausreden kann es hier wohl nicht geben. Du hast doch nicht um sonst dein Weihnachtsgeld bekommen?! Liebst du mich etwa nicht mehr?! Da hast du dir aber viel Gedanken gemacht... Solche Sprüche muss sich niemand anhören, doch man spürt es regelrecht, wenn man in die Gesichter der Auspackenden schaut.

Die Welt ist schlecht und an Weihnachten sieht man es deutlicher als sonst.

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